Direkt im Eingangsbereich, gegenüber von der Aula gelegen, befindet sich unsere Kapelle. Hier finden nicht nur Gottesdienste statt, sie steht unseren Gästen auch als Rückzugs-, Besinnungs- und Ruheort zur Verfügung. Sie ist Ort für bemerkenswerte Predigten, wie etwa die Predigt von Bischof Dominicus anlässlich der Festakademie 2025. Ganz besonders passende Veranstaltungen finden ab und zu auch hier statt - so zum Beispiel der Akademieabend zur Gestaltung des Hungertuchs, der Vortrag von Prof. Dr. Benz zur Erinnerungskultur oder auch die Lesung mit Ilja Richter, bei der er seinen biografischen Spagat zwischen Christen- und Judentum thematisierte. Neben dem großen Raum, in dem mehr als 100 Menschen Platz finden, gibt es im hinteren Bereich noch eine kleine Anbetungskapelle.
Regelmäßige Angebote in der Kapelle:
Rektor der Kapelle ist unser Geistlicher Rektor, Pfarrer Hubertus Goldbeck.
Der Stil entspricht moderner Kirchenarchitektur der 1960er/70er Jahre, geprägt von Brutalismus, strukturalistischen Elementen und liturgischer Reformgestaltung. Die Kapelle ist bewusst als sechseckiger Raum gestaltet. Diese Form vermeidet eine feste Blickrichtung und steht für eine Gemeinschaft ohne Hierarchie: Alle Seiten sind gleichwertig, die Versammlung ordnet sich um die Mitte mit dem Altar. Die räumliche Gestaltung greift damit das Verständnis von Kirche als gemeinschaftliches Miteinander auf. Diese Raumidee spiegelt die Reformen der katholischen Kirche nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962–1965) wieder: - stärkere Betonung der Gemeinschaft der Gläubigen - der Priester ist Teil der Versammlung, nicht räumlich darübergestellt - die Liturgie wird als gemeinsames Geschehen verstanden. Gegenüber befindet sich die ebenfalls sechseckige Aula als weltliches Pendant – ein architektonischer Ausdruck dafür, dass Glaube und Welt einander gegenüberstehen und miteinander im Dialog verbunden sind.