Das absolute Highlight beider Tage war Peter Fratton, Bildungspionier und Begründer der Häuser des Lernens aus der Schweiz. Er begleitete den Kongress an beiden Tagen – und man spürte schnell: Hier spricht jemand, der brennt. Brennt für Kinder, für Lernen, für eine Schule, die wirklich verändert. Sein Vortrag setzte den Ton für den gesamten Kongress und löste Gespräche aus, die noch bis in den Abend hinein weitergeführt wurden. Für Fratton ist dabei klar: „Schulen, die sich auf den Weg machen, brauchen keine Blaupause. Sie brauchen Menschen, die mutig genug sind, gemeinsam zu lernen – auch das Scheitern eingeschlossen.” Seine Perspektive auf eine lernendenzentrierte Schulentwicklung war klar, herausfordernd und gleichzeitig ermutigend – seine Impulse wurden von den Teilnehmenden aufgesogen und im weiteren Verlauf des Kongresses immer wieder weitergedacht. Ergänzt wurde das Programm durch Thilo Engelhardt, Schulleiter der Wildparkschule Heidelberg, Hannah Rothfuchs und Sarah Hundertmark von SICHT.weise Beratung, die mit praxisnahen Vorträgen und Workshops zum Programm beitrugen.
Ein zentrales Element des Kongresses waren die Werkstattzeiten: In schulform- und themenorientierten Kleingruppen arbeiteten die Teilnehmenden an eigenen Anliegen, tauschten sich über Erfahrungen aus und nutzten Beratungsangebote der Expert*innen. Das Format ermöglichte sowohl schulinterne Teamarbeit als auch den schulübergreifenden kollegialen Austausch. Judith Hilmes, Leiterin des Kompetenzzentrums für Lehrkräftefortbildung, bringt es auf den Punkt: „Was mich besonders freut: Die Teilnehmenden haben nicht nur Impulse mitgenommen – sie haben hier echte Netzwerke geknüpft und gemeinsam Folgeschritte vereinbart. Genau dafür machen wir das.” Der Kongress schloss mit einem gemeinsamen Fazit und einem Ausblick auf weitere Kooperationsmöglichkeiten. Die Resonanz der Teilnehmenden war durchweg positiv. Lingen hat gezeigt: Wenn Menschen mit dem Mut zur Veränderung zusammenkommen, entsteht nicht nur ein Kongress – es entsteht eine Bewegung. Und die geht weiter: Der nächste LernCoaching-Kongress kommt bestimmt.
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