Das Erasmus+-Programm der Europäischen Union schafft Räume, in denen solche Erfahrungen möglich werden: Räume für Begegnung, Reflexion und professionelles Wachstum jenseits des eigenen Schulalltags. Der besondere Mehrwert liegt dabei im europäischen Miteinander – im Lernen von und mit anderen Bildungskulturen, um so den eigenen Horizont zu erweitern und neue Impulse für Schule und Unterricht freizusetzen. Als Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung nutzt das Ludwig-Windthorst-Haus diese Möglichkeiten gezielt – und koordiniert eines der größten Erasmus+-Konsortien in Niedersachsen.
Im Mittelpunkt der Woche stand das Zürcher Ressourcen Modell – ein wissenschaftlich fundierter Ansatz, der hilft, unbewusste Bedürfnisse sichtbar zu machen und Ressourcen gezielt zu aktivieren. Verknüpft mit bildgestützten und kreativen Methoden entwickelten die Teilnehmenden ihr persönliches Ankerbild: ein kraftvolles visuelles Symbol für die eigene innere Stärke, das im Alltag als verlässlicher Begleiter dient. Das Besondere dabei: Viele der erlernten Methoden lassen sich unmittelbar im eigenen Unterricht einsetzen.
„Ich wusste, dass ich Ressourcen habe – aber erst durch die Bildarbeit habe ich wirklich gespürt, wo sie sitzen und wie ich sie abrufen kann." , fasst eine Teilnehmerin den Mehrwert der Woche zusammen.
Lefkada war dabei weit mehr als eine schöne Kulisse. Eine griechische Expertin vermittelte den Teilnehmenden auf lebendige Weise Einblicke in die griechische Kultur, gesellschaftliche Hintergründe und das Bildungssystem. Ihr tiefer Einblick in das griechische Bildungssystem und die gesellschaftliche Realität des Landes eröffnete neue Perspektiven – und ergänzte die inhaltliche Arbeit auf eindrucksvolle Weise.
Eine weitere Besonderheit der Woche war der Besuch einer griechischen Schule. Im offenen Austausch mit Lehrkräften vor Ort wurde erfahrbar, was das ZRM auf den Punkt bringt: Wer den Blick weitet, andere Realitäten kennenlernt und aus gewohnten Mustern heraustritt, erkennt die eigenen Ressourcen oft erst richtig – und beginnt, sie aktiv zu nutzen.
Mit einem Notizbuch voller konkreter Methoden, einem persönlichen Ankerbild und neuen Perspektiven auf Bildung in Europa kehrten die Teilnehmenden nach Niedersachsen zurück.
„Ressourcen aktivieren geht am besten dort, wo man selbst aus dem Alltag herausgetreten ist. Lefkada hat das auf beeindruckende Weise möglich gemacht – nicht zuletzt durch den Austausch mit Kolleg:innen aus verschiedenen Bildungskontexten und verschiedenen Kulturen. Lernen am Unterschied ist eine der kraftvollsten Formen der Fortbildung."– Judith Hilmes, Bildungsmanagerin im Ludwig-Windthorst-Haus
Lehrkräfte zu stärken bedeutet auch, sie als Menschen in den Blick zu nehmen. Genau das leistet das Ludwig-Windthorst-Haus mit solchen Lernaktivitäten – für eine Schule, in der Gesundheit und Professionalität Hand in Hand gehen.
Hintergrund-Infos:
Mehr zum Erasmus+ Angebot im LWH gibt es hier.
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