Sketchnoting im Lehr-Lernprozess
Im Mittelpunkt der Woche standen konkrete Methoden und praxisnahe Hinweise zum Einsatz visuellen Lernens im Unterricht. Die Teilnehmenden lernten, wie Sketchnoting als sprachunterstützende Kommunikation in einer fremden Sprachumgebung eingesetzt werden kann – nicht nur zur Visualisierung von Lerninhalten, sondern auch als Werkzeug zur Förderung von Verständnis und Kommunikation im mehrsprachigen Kontext. Eine griechische Expertin begleitete die Gruppe und brachte ihr Wissen über Griechenland – von der Mythologie über Kulinarik bis hin zur Wirtschaft und gesellschaftlichen Realität des Landes – lebendig zum Ausdruck. Eine Teilnehmende passte den Workshop zusammen:
„Ich hätte nicht gedacht, dass ich mit einfachen Strichzeichnungen so viel kommunizieren kann – und dass Sketchnoting mir gleichzeitig so viel über das Land beibringt, in dem ich gerade bin."
Schulbesuch: Ein Bildungssystem unter der Lupe
Das absolute Highlight der Woche war der Besuch einer griechischen Schule und der offene Austausch mit Lehrkräften vor Ort. Die Begegnungen gaben authentische Einblicke in den Schulalltag, die Herausforderungen des griechischen Bildungssystems und das Unterrichten unter ganz anderen gesellschaftlichen Bedingungen. Gespräche, die nachdenklich machen und den Blick für das eigene Handeln schärfen. Ein Teilnehmer fasst dieses Erlebnis zusammen:
„Dieser Schulbesuch hat mir mehr über Bildung beigebracht als manches Seminar. Die Offenheit war bewegend."
Lernen, das bleibt
Die Verbindung aus Methodik und kulturellem Lernen machte diese Lernaktivität zu einem Erlebnis, das weit über den Unterrichtsalltag hinausweist. Mit einem Notizbuch voller konkreter Unterrichtsideen und neuer Perspektiven auf Europa kehrten die Teilnehmenden aus den niedersächsischen Schulen zurück.
„Lefkada hat gezeigt: Wer mit offenem Blick in andere Bildungssysteme schaut, kehrt mit einem reicheren Blick auf das eigene zurück. Genau dafür machen wir diese Fortbildungsarbeit."
Das sagte Judith Hilmes, Bildungsmanagerin am Ludwig-Windthorst-Haus, über die Motivation der Fortbildungsarbeit im europäischen Kontext. Mit diesem Angebot leistet das Ludwig-Windthorst-Haus als Kompetenzzentrum für Lehrkräftefortbildung einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung von Schule in Niedersachsen – für eine Bildung, die europäische Vielfalt als Stärke begreift.
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