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Internationale Expertise aus Lingen: picture me und iREFLECT begeistern bei DIPS-Konferenz in Valencia

Judith Hilmes, Bildungsmanagerin am Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen, wurde als Referentin zur diesjährigen DIPS-Konferenz (Developing International Projects for Schools) nach Valencia eingeladen. Die renommierte internationale Tagung brachte vom 19. bis 25. Oktober 2025 über 140 Teilnehmende aus 14 europäischen Ländern zusammen, um über nachhaltige Gestaltung von Erasmus+-Projekten zu diskutieren. In zwei praxisorientierten Workshops präsentierte Judith Hilmes die Ergebnisse aus zwei europäischen Projekten, in denen sie die Projektleitung übernommen hat.

Im ersten Workshop erhielten die Teilnehmenden exklusive Einblicke in das Projekt "picture me", das innovative Ansätze für interkulturelles Lernen entwickelt. Besonderes Highlight: Die Teilnehmenden konnten einen ersten Blick auf das im Projekt entwickelte Bilderbuch erhaschen und verschiedene interkulturelle Methoden kennenlernen, die bereits im Kindergartenalter eingesetzt werden können. "Dieses Projekt ist so besonders, weil hier Erasmus+ bereits bei den Kleinsten im Bildungssystem beginnt", betonte ein begeisterter Teilnehmer. Die vorgestellten Methoden zeigten eindrucksvoll, wie früh interkulturelle Kompetenz gefördert werden kann. 

Reflexionskompetenz für nachhaltige Lernerfahrungen: iREFLECT

Der zweite Workshop widmete sich dem Projekt iREFLECT und seiner umfangreichen Toolbox zur Förderung von Reflexionskompetenz in der Lehrkräftebildung. Die Teilnehmenden erhielten einen vollumfänglichen Einblick in das vielfältige Material – 61 Reflexionskarten mit wissenschaftlichem Begleitheft, verfügbar in fünf Sprachen – und tauschten sich intensiv darüber aus, wie dieses Material eingesetzt werden kann, um Erasmus+-Erfahrungen nachhaltiger zu implementieren. "Reflexionskompetenz ist eine der zentralen Kompetenzen des 21. Jahrhunderts, um den Wandel gut zu gestalten", so der Konsens der Workshop-Teilnehmenden. Die praktischen Anwendungsbeispiele zeigten konkrete Wege zur Integration in bestehende Bildungsprogramme.

Internationales Netzwerk als Mehrwert

Neben den Workshops bot die Konferenz zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch über bewährte Praktiken und zum Knüpfen neuer europäischer Netzwerke. Das LWH hat sich ein weitreichendes europäisches Netzwerk aufgebaut, das kontinuierlich neue Kooperationen und innovative Projektideen ermöglicht. "Die Zeit in Valencia war intensives Lernen und voller inspirierender Begegnungen", resümiert Judith Hilmes. Ganz im Sinne Ludwig Windthorsts, der zeitlebens für Dialog über Grenzen hinweg und die Stärkung von Bildung als Grundlage einer gerechten Gesellschaft eintrat, trägt diese internationale Vernetzung dazu bei, europäische Solidarität und gemeinsames Lernen in die Praxis umzusetzen.

 

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