Ein Teil der Gruppe hospitierte an der Split International School, die nach dem International Baccalaureate (IB) arbeitet und Schüler*innen aus verschiedensten Ländern unterrichtet. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmenden vom internationalen Kollegium und der bemerkenswerten Offenheit der Schüler*innen. "Es war inspirierend zu sehen, wie natürlich die Kinder und Jugendlichen mit Vielfalt umgehen und wie selbstverständlich sie in verschiedenen Sprachen zwischen den Kulturen wechseln", so eine der hospitierenden Lehrkräfte. Die Hospitationen boten wertvolle Einblicke in projektbasiertes und forschendes Lernen.
Künstlerische Exzellenz: Hospitation am Gymnasium mit Kunstschwerpunkt
Ein weiterer Teil hospitierte am Gymnasium mit Kunstschwerpunkt in Split. Auch wenn die Räumlichkeiten eher einfach sind, beeindruckten die gut ausgestatteten Werkstätten und vor allem das außergewöhnlich hohe Niveau der Schüler*innen. "Die Konzentration und das handwerkliche Können, das hier zu sehen ist, hat mich tief beeindruckt. Man spürt, dass Kunst hier nicht nur ein Fach ist, sondern eine Lebenseinstellung", berichtete eine Kunstlehrerin aus der Gruppe. Die Hospitationen zeigten, wie künstlerische Bildung auf höchstem Niveau stattfinden kann, wenn Motivation der Lernenden und Expertise der Lehrenden zusammenkommen.
Digitale Kompetenzen für den Unterricht: Kurs zu Programming und Digital Tools
Der dritte Teil nahm an einem fünftägigen Kurs zum Thema "Introduction to Programming and Digital Tools for Teachers" teil, der von der Adriatic Teacher Training Academy angeboten wurde. Das Programm reichte von Programmierkonzepten mit Scratch über LEGO Education bis hin zu Medienkompetenz. Besonders wertvoll war die kleine Gruppengröße, die intensiven Austausch ermöglichte – weit über die Kursinhalte hinaus. Die Dozent*innen, allesamt selbst Lehrkräfte an kroatischen Schulen, gaben authentische Einblicke aus der Praxis für die Praxis. "Die Offenheit für Neues, die hier alle mitgebracht haben, und die Tatsache, dass wir nicht nur über Tools gesprochen haben, sondern auch über das kroatische Bildungssystem – das war unglaublich bereichernd", resümierte ein Kursteilnehmer.
Voneinander lernen – gemeinsam wachsen
Die Woche in Split hat eindrucksvoll gezeigt, wie wertvoll der europäische Austausch für die Schulentwicklung ist. Ob beim Beobachten innovativer Unterrichtsmethoden an der internationalen Schule, beim Erleben künstlerischer Exzellenz am Kunstgymnasium oder beim gemeinsamen Erproben digitaler Tools im Kurs – überall entstanden neue Perspektiven und konkrete Ideen für die eigene pädagogische Arbeit.
Mit dieser Fortbildung leistet das Ludwig-Windthorst-Haus einen substanziellen Beitrag zur Schulentwicklung und zur nachhaltigen Internationalisierung niedersächsischer Bildungseinrichtungen. Dass bereits während der Lernaktivität konkrete Ideen für eigene Erasmus+ Projekte entstanden sind, zeigt eindrucksvoll die nachhaltige Wirkung solcher Mobilitäten – Impulse, für deren Umsetzung das LWH die notwendigen Rahmenbedingungen schafft.
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