Geprägt war die Fortbildung von einem großartigen Austausch unter den Teilnehmenden. Die vielschichtigen Fragen rund um Erasmus+ – von der Antragstellung über die Finanzierung bis hin zur konkreten Organisation vor Ort – wurden von den beiden Referentinnen Esther Kotte und Judith Hilmes ausgiebig und ganz praxisnah beantwortet. Immer im Mittelpunkt: der Blick darauf, was eine gelungene Schüler*innenmobilität wirklich ausmacht. Dass die Lehrkräfte aus allen Schulformen zusammenkamen, erwies sich dabei als besonderer Gewinn. Die unterschiedlichen Perspektiven und Erfahrungen bereicherten die Diskussionen und zeigten, dass Erasmus+ für jede Schule und jede Lerngruppe Anknüpfungspunkte bietet.
»Ich kam mit vielen offenen Fragen und einer gehörigen Portion Respekt vor dem Aufwand – und fahre mit dem Gefühl nach Hause, dass das wirklich machbar ist. Vor allem der Austausch mit den Kolleg*innen aus anderen Schulformen hat mir gezeigt, dass wir alle vor ähnlichen Herausforderungen stehen«
- berichtete eine Teilnehmerin.
Einen besonderen Zugang fand die Fortbildung über eine ungewöhnliche Frage: Wie bringt man eine Schüler*innenmobilität eigentlich so richtig zum Scheitern? Denn manchmal sieht man am deutlichsten, was richtig läuft, wenn man zunächst überlegt, was alles schiefgehen kann. Aus den gesammelten „Stolperfallen” entwickelten die Teilnehmenden gemeinsam ein Verständnis dafür, worauf es bei der Planung wirklich ankommt – und erhielten dazu eine Einführung in das agile Projektmanagement, das den Weg von der ersten Idee bis zur durchgeführten Mobilität strukturiert und zugleich flexibel begleitet. Gerade weil bei internationalen Projekten selten alles nach Plan läuft, hilft ein agiles Vorgehen dabei, auf Unvorhergesehenes gelassen und lösungsorientiert zu reagieren. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf dem interkulturellen Lernen. Mit erprobten Methoden lernten die Lehrkräfte, wie sie ihre Schülerinnen darauf vorbereiten können, fremden Kulturen offen und neugierig zu begegnen – und wie aus einer Reise echte Begegnung und nachhaltiger Lernzuwachs werden.
»Eine Mobilität ist weit mehr als eine Klassenfahrt ins Ausland. Wenn wir Schülerinnen gut vorbereiten und begleiten, wird daraus eine Erfahrung, die ihren Blick auf Europa und auf sich selbst verändert. Genau dafür möchten wir die Lehrkräfte stärken – mit klaren Strukturen im Hintergrund und Raum für echte interkulturelle Begegnung«
- fassen Esther Kotte und Judith Hilmes als Bildungsmanagerin und Projektmanagerin Erasmus+ den Anspruch des Formats zusammen.
Nach eineinhalb Tagen intensiver Arbeit fuhren die Teilnehmenden nicht nur mit neuen Impulsen, sondern mit einer konkreten Idee zur weiteren Arbeit mit Erasmus+ nach Hause. Damit zeigt der erfolgreiche Auftakt des Formats eindrucksvoll, wie aus Fortbildung gelebte Internationalisierung wird. Mit diesem Fortbildungsformat leistet das Ludwig-Windthorst-Haus einen substanziellen Beitrag dazu, Erasmus+ in den Schulen Niedersachsens nachhaltig zu verankern – und schafft die Rahmenbedingungen, damit immer mehr Schüler*innen Europa hautnah erleben können. Aufgrund der großen Resonanz wird das Format auch im kommenden Schuljahr wieder angeboten.
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