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Ankommen im LWH: Ein neuer Start im Emsland

Die Wachstumsregion Emsachse hat zehn Fachkräfte aus Südafrika an Unternehmen im Emsland vermittelt. Ihre ersten Tage in der neuen Heimat haben sie jetzt im Ludwig-Windthorst-Haus verbracht um mit der hiesigen Kultur, mit Abläufen und Zuständigkeiten vertraut gemacht zu werden.

Die gut ausgebildeten industriellen Fachkräfte lernten die Teilnehmer im Ludwig-Windthorst-Haus in Deutschland alles Wichtige über Land und Leute in ihrer neuen Heimat kennen und trafen auch auf ihre neuen Arbeitgeber. Sie ließen zunächst ihre Familien zurück, wie der 32-jährige Südafrikaner Marcus Jansen. Per Mobiltelefon berichtete er nach der Ankunft seiner Ehefrau von seinen ersten Eindrücken: „Es ist hier sehr schön, aber auch kalt.“ - Losgeflogen war er in Kapstadt bei 42 Grad, angekommen im Emsland schließlich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt. Im Interview mit der Emsachse verrriet er, dass sein größter Wunsch ist, dass seine Ehefrau zu einem späteren Zeitpunkt ebenfalls ins Emsland kommt und hier einen Job findet. Für LWH-Direktor Marcel Speker, der einen Teil der Integrations-Module mit den Südafrikanern durchgeführt hat, ist im Zuge der Anwerbung ausländischer Fachkräfte die kulturelle Willkommens-Begleitung existenziell für eine gute Integration: “Nur wenn sich die Menschen hier auch willkommen fühlen und kulturelle Unterschiede kennen und einordnen können, sind sie auch in der Lage sich schneller einzufinden und im besten Sinne ”anzukommen" - deswegen bin ich froh und dankbar, dass die Unternehmen diese Notwendigkeit für sich auch erkannt haben."

Gemeinsam mit Palesa Magazi und Zikhona Baleni wird er in Zukunft bei der Silver Robotics GmbH in Herzlake arbeiten. Während die beiden jungen Frauen als Elektrikerinnen zum Einsatz kommen, wird Marcus Jansen ebenfalls in der Produktion das Team unterstützen. „Ich bin Monteur und Dreher“, sagt er auf Deutsch. Dabei hat der neue Arbeitgeber bereits im Vorfeld viele Vorbereitungen getroffen, damit die drei sich in Herzlake schnell einleben. Personalreferentin Ivonne Gohlicke sagt, dass die Drei gemeinsam in einem möblierten Haus leben werden. Die Entfernungen seien überwiegend gut zu Fuß zu bewältigen. Für weitere Fahrten stehen schon Fahrräder parat. Auch die anderen Firmen kümmern sich gerade zu Beginn gemeinsam mit dem Welcome-Center 2.0, kofinanziert von der Europäischen Union, der Wachstumsregion, um ihre neuen Kollegen.

Die zehn Südafrikaner werden in Zukunft in vier Unternehmen der Region eingesetzt. Außer der Silver Robotics GmbH sind dies die Wurst Stahlbau GmbH in Bersenbrück (Landkreis Osnabrück), die Hero-Glas Veredelungs GmbH aus Dersum (Samtgemeinde Dörpen) sowie die ELA Container GmbH in Haren. Die beiden Firmen aus Dersum und Bersenbrück beschäftigen bereits Südafrikaner und haben damit „sehr gute Erfahrungen“ gemacht. Für die Hero-Group bietet das Projekt der Wachstumsregion laut ihrer Personalleiterin Veronika Ross „langfristige Perspektiven beim Rekrutieren von guten Fachkräften”.

Wie Projektleiterin Maria Schischkin von der Wachstumsregion Ems-Achse sagt, startete im Oktober 2024 vor Ort in Südafrika auf Initiative der Wachstumsregion der erste Sprachkursus. 2025 kamen die ersten elf Fachkräfte in der Region an. Bevor die oftmals als Metaller gut ausgebildeten Südafrikaner in Deutschland einen kompletten Neuanfang wagen konnten, müssen sie jeweils für mehrere Monate die Schulbank drücken und die deutsche Sprache erlernen. Der Unterricht findet abends und samstags statt, 20 Stunden pro Woche. Möglich gemacht hat das Ganze das Moving North-Ems-Achse Expats-Projekt der Wachstumsregion Ems-Achse mit finanzieller Unterstützung der Firmen. Begleitend zum Sprachkurs führt das Moving North Projekt in Unterstützung mit dem Goethe Institut Südafrika, im Rahmen des „mein Weg nach Deutschland“-Programms, einen Integrationskurs sowie Prüfungsvorbereitung durch. In Südafrika selbst werden die Teilnehmer bereits im Vorfeld von Cristine Wekenborg betreut. Die gebürtige Lingenerin lebt bereits seit vielen Jahren in Kapstadt und arbeitet für die Wachstumsregion Ems-Achse. Sie führt gemeinsam mit Maria Schischkin zudem die Südafrika-Reisen durch. In Kapstadt können sich interessierte Unternehmensvertreter so selbst einen Eindruck machen und ihre zukünftigen Mitarbeiter im persönlichen Gespräch kennenlernen.

(Grundlage des Textes: Meldung der Wachstumsregion Emsachse)

 

 

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