Sinisha Karich / 123rf.com
Datum:
bis
Leitung:
Judith Hilmes
Organisation:
Bärbel Witt
Referent*in: Tanja Janßen und Martina Putschke, Ostfriesland
Kooperation: Heidehof Stiftung GmbH
Kosten: Hinweis s. Seminarbeschreibung
Seminarnummer: KLIN.26-09-24.013
Seminarform: Fortbildung in zwei Modulen für Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen aller Schulformen und Schulstufen
HINWEIS
Die Fortbildung wird durch die Heidehof Stiftung GmbH finanziell gefördert: https://www.heidehof-stiftung.de
Die Fortbildung ist bei einer Teilnahme an beiden Modulen kostenfrei (inkl. Verpflegung und Unterkunft im Einzelzimmer).
Jede vierte Frau in Deutschland erlebt Gewalt durch ihren (Ex-)Partner. Diese Frauen und deren Partner sind häufig auch Eltern – und ihre Kinder werden zu Zeug*innen dieser Gewalt. Sie sitzen in unseren Klassen, lernen und leben in unseren Schulen.
Bereits 2017 hat Deutschland die Istanbul-Konvention (das Übereinkommen des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt und häuslicher Gewalt) ratifiziert. Artikel 14 stellt fest, dass insbesondere Schulen eine wesentliche Rolle bei der Verankerung von Gewaltprävention und Gleichstellung innehaben. Ziel ist es, bereits frühzeitig durch Bildung auch geschlechterspezifische Gewalt aufzubrechen.
Schulen sind wichtige Orte, an denen betroffene Kinder und deren Familien erkannt und unterstützt werden können. Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter*innen und pädagogische Mitarbeiter*innen sind dabei zentrale Bezugspersonen.
Auf Grundlage des § 4 KKG sowie des § 13 StGB ergibt sichaus der Amts- und Fürsorgep icht eine besondere Garantenstellung im Kinderschutz für Fachkräfte in der Schule. Bei gewichtigen Anhaltspunkten für eine Kindeswohlgefährdung, z. B. durch das Erleben von Partnerschaftsgewalt, muss nach § 8a SGB VIII eine Meldung an das Jugendamt erfolgen.
Die Fortbildung thematisiert, welche strukturellen Voraussetzungen in unserer Gesellschaft Partnerschaftsgewalt begünstigen
und inwiefern Kinder und Jugendliche von den Auswirkungen betro en sein können. Ziel ist es, die Gefährdung durch Partnerschaftsgewalt in der Arbeit mit Familien und Schüler*innen wahrzunehmen, aus Kinderschutzsicht einzuordnen und sicher handeln zu können.
Dabei sind neben dem Wissen über Partnerschaftsgewalt, Prävention, Intervention und Kooperation wesentliche Bausteine
um diesen Auftrag zu erfüllen. Auch für diese Aspekte werden theoretische Grundlagen vermittelt und die praktische Handlungsfähigkeit trainiert.
Des Weiteren werden eine nachhaltige Umsetzung von Partizipationsangeboten und ein resilienzstärkendes Arbeiten sowie der Aufbau eines innerschulischen und außerschulischen Netzwerkes in der Schule thematisiert.
TERMINE
Modul 1: Do., 24. September 2026, 10:00 Uhr bis Fr., 25. September 2026, 15:00 Uhr
Modul 2: Do., 19. November 2026, 10:00 Uhr bis Fr., 20. November 2026, 15:00 Uhr