Die ersten Tage verbrachte die Gruppe in Vilnius. Besonders eindrucksvoll waren hier die Besuche im litauischen Parlament, dem Seimas. In persönlichen Gesprächen mit Abgeordneten erhielten die Teilnehmenden Einblicke und Perspektiven aus der politischen Praxis. Themen der Sicherheits- und Verteidigungspolitik wurden, geprägt von der unmittelbaren Lage eines baltischen Staates an der Grenze zur NATO-Ostflanke, greifbar gemacht. Die Offenheit und Klarheit, mit der über Herausforderungen, aber auch über europäische Zusammenarbeit sowie gesellschaftliche Resilienz gesprochen wurde, hinterließ nachhaltigen Eindruck. Ein weiterer besonderer Moment war die Begegnung mit dem Apostolischen Nuntius Erzbischof Georg Gänswein, bei der es unter anderem um kirchliche Diplomatie ging und das Themenfeld der internationalen Beziehungen erweitert hat.
Am vierten Tag der Reise ging es weiter nach Riga und auch hier kamen Highlights nicht zu kurz. Besonders ein Gespräch in der deutschen Botschaft mit Beate Kirch, Mitarbeiterin Rechts- und Konsularbteilung sowie dem Militärattaché Christoph Karich hat spannende Einblicke ermöglicht. In einer Atmosphäre, die gleichermaßen professionell wie einladend war, wurde deutlich, wie Diplomatie im Alltag funktioniert und wie die deutsch-lettischen Beziehungen sowie gemeinsamen Verteidigungsstrategien gestaltet werden.
Darüber hinaus hat die Gruppe während der Reise soziale Einrichtungen kennengelernt, Museen besucht, mit politischen Stiftungen gesprochen und schönste Stadtviertel erkundet. Was alle Begegnungen eint, war ein hohes Maß an Ehrlichkeit und Offenheit: Es ging um echte Einblicke und persönliche Geschichten. Die Reise verband politische, historische, kulturelle und gesellschaftliche Themen sowie Gespräche von Engagement bis Verteidigung und Digitalisierung bis Erinnerungskultur. Am Ende stand die Erkenntnis, dass Europa nicht nur ein politisches Konstrukt ist, sondern ein lebendiges Netzwerk aus Beziehungen, Ideen und gemeinsamen Zielen. Die Studienfahrt ins Baltikum hat genau das spürbar gemacht und wird den Teilnehmenden sicher noch lange in Erinnerung bleiben.
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