Die Luwis haben sind zunächst intensiv mit den historischen Wurzeln des Liberalismus auseinandergesetzt. Dabei ging es zunächst um seine Entstehung im Zeitalter der Aufklärung und der Französischen Revolution. Schnell wurde deutlich: Liberales Denken ist keine einheitliche Strömung. Vielmehr haben sich unterschiedliche Wertevorstellungen und Ausprägungen im politischen Spektrum gebildet. Nikolai Ott begeisterte dabei als Referent und hat ganz neue Perspektiven auf den Liberalismus ermöglicht.
Wie aktuell diese Fragen bis heute sind, zeigte auch der Blick über die deutschen Grenzen hinaus. Gemeinsam mit Pepijn Velthuis, einem aktiven Mitglied der niederländischen Partei VVD, diskutierten die Luwis Gemeinsamkeiten und Unterschiede liberaler Politik in Deutschland und den Niederlanden. Einen Einblick in die praktische politische Arbeit bot das Kamingespräch mit der Kommunalpolitikerin und FDP-Politikerin Annahita Maghsoodi. Dabei standen aktuelle Herausforderungen liberaler Politik ebenso im Mittelpunkt wie die Frage, wie sich politische Ideen im Alltag und vor Ort umsetzen lassen.
Doch nicht nur die Politik selbst, auch ihre Vermittlung wurde zum Thema: In einem journalistischen Workshop mit Mika Schlegel, Referentin der Liberalen Medienakademie der Friedrich-Naumann-Stiftung, beschäftigten sich die Luwis damit, wie politische Positionen in Medien dargestellt werden und wie sich extremistische Phänomene in den Sozialen Medien widerspiegeln.
Das Werkwochenende machte wieder einmal deutlich, dass politische Grundüberzeugungen mehr sind als theoretische Modelle und Parteiprogramme. Sich mit ihnen auseinanderzusetzen, bedeutet deshalb auch, die eigene Haltung im Kern zu reflektieren, andere Perspektiven kennenzulernen und die eigene politische Urteilsfähigkeit zu stärken.
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