Dekorative grüne Flächen

Männer trauern anders - Fortbildung für Palliativ- und Hospizkräfte

Wie gehen Männer in einer von widersprüchlichen Rollenbildern geprägten Gegenwart mit Trauer um? - Diese Frage stand im Zentrum des neuen Seminarangebots des Bildungszentrum Hospiz- und Palliativversorgung im Emsland (BHPV), das jetzt im LWH stattgefunden hat.

Dabei stand die Beobachtung, dass männliche Trauer oft sprachlos bleibt und gesellschaftlich wenig Raum findet, während gängige Formen der Trauerbegleitung überwiegend weiblich geprägt sind, im Fokus der Veranstaltung. In Austauschformaten und Gruppenreflexionen hat der Buchautor und zertifizierte Trauerbegleiter Thomas Achenbach mit den Teilnehmenden ausgelotet, ob und wie sich ein spezifisches Verständnis von „Männertrauer“ entwickeln lässt - und das auf kreative Weise. Denn wer eine Fortbildung mit Achenbach besucht, der muss sich darauf einstellen, dass nicht nur das Flipchart und die mobilen Stellwände als Arbeitsfläche dienen, sondern der ganze Raum. Allen voran der Fußboden, der sich im Laufe des Tages ständig verändert. Mit bunten Bodenbildern, Schnüren, Karten, Ergebnissen von Gruppenarbeiten und vielem, vielem mehr. 

Natürlich ging es um Trauer, oder konkreter: Um die Frage, was Männer in einer Trauer- und Verlustkrise womöglich anderes brauchen als Frauen es tun. Kleiner Spoiler: Gar nicht so viel, aber dann doch an entscheidenden Stellen etwas anderes. Achenbachs Fazit des Tages: “Tolle Gruppe, tolle Energie, viele bunte Bodenbilder, ein sich ständig wandelnder Raum - und, Schwupps, verflog der Samstag wie im Fluge.”

 

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