Dekorative grüne Flächen

Erasmus+ European Week zu bewegtem Lernen in den Niederlanden

Vom 5. bis 10. Oktober 2025 nahmen Lehrkräfte aus Niedersachsen an der European Week in Den Bosch teil und erlebten eine intensive Woche rund um Physical Education, Outdoor Learning und Global Citizenship. Die Job-Shadowing-Aktivität wurde vom Ato-scholenkring, einem Erasmus+-akkreditierten Konsortium von 15 öffentlichen Grundschulen, perfekt organisiert und vor Ort von Yvonne Scherphof mit viel Herz und Engagement kompetent begleitet.

Erasmus+, das EU-Programm für Bildung, Jugend und Sport, ermöglicht Lehrkräften durch Fortbildungen und Job-Shadowing im europäischen Ausland, ihre pädagogischen Kompetenzen zu erweitern und internationale Perspektiven in ihre Schulen zu tragen.

Job-Shadowing und Such Fun-Programm

Den Kern der Woche bildeten intensive Job-Shadowing-Erfahrungen an verschiedenen Grundschulen. Die Teilnehmenden hospitierten im Klassenzimmer und in Sportstunden und erlebten, wie das "Such Fun"-Programm im Unterricht Englisch, Sport und Global Citizenship verbindet. Eine Teilnehmerin berichtete: "Es war faszinierend zu sehen, wie man mit einfachen Mitteln – einmal zum Thema Bewegung, aber auch zum Thema Naturmaterialien – abwechslungsreichen und anschaulichen (Fremdsprachen-)Unterricht gestalten kann. Das hat mir völlig neue Perspektiven für meinen eigenen Unterricht eröffnet."

Workshops und Outdoor Learning

Interaktive Workshops boten theoretische Fundierung und praktische Anregungen. Roel Adams stellte die Qualitätsstandards für Physical Education vor, Patricia van Alst präsentierte die Body Map-Methode, und Stefan de Beukelaar zeigte mit der "Green PE Lesson", wie Outdoor Education nachhaltig gestaltet werden kann. Esther Kotte, die als Erasmus+ Veranstaltungsmanagerin des LWHs die Fortbildung begleitete, betonte: "Die Kolleginnen und Kollegen aus den Niederlanden haben uns mit ihrer Haltung beeindruckt: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur unpassende Kleidung. Die Natur bietet uns viele Ansätze, die unterschiedlichsten Fächer aktiv zu vermitteln. Diese positive Einstellung zum Draußen-Lernen ist inspirierend."

Inklusion und internationale Begegnungen

Der Besuch am KC De Hoven in Rosmalen bot Einblicke in bewegungsorientierte Inklusionsansätze. Eine Lehrkraft reflektierte: “Die niederländischen Kolleginnen und Kollegen haben einen sehr pragmatischen und zugleich wertschätzenden Umgang mit Vielfalt. Das hat mich inspiriert, Inklusion als Bereicherung zu verstehen.” Besonders bereichernd erwies sich das Mobilitätskonzept der Fortbildung: Die Teilnehmenden erreichten die verschiedenen Schulstandorte gemeinsam mit dem Fahrrad. Diese Art der Fortbewegung ermöglichte den Lehrkräften nicht nur einen authentischen Einblick in die niederländische Fahrradkultur, sondern förderte auch den informellen Austausch innerhalb der internationalen Gruppe. Während der Touren durch die fahrradfreundliche Infrastruktur des Gastlandes entstanden ungezwungene Gespräche – wobei sich nebenbei auch die unterschiedlichen Fahrkünste der Teilnehmenden zeigten. Kulturelle Highlights wie ein gemeinsames Abendessen mit niederländischen Lehrkräften zur Vertiefung der bereits geknüpften Kontakte ermöglichten persönliche Begegnungen und den Austausch mit Kolleginnen und Kollegen aus anderen europäischen Ländern.

Nachhaltige Impulse

Die European Week hat den Teilnehmenden vielfältige Impulse für ihre schulische Praxis mitgegeben. Die Verbindung von Physical Education, Outdoor Learning und Sprachbildung sowie die inklusiven Ansätze der niederländischen Schulen bieten konkrete Anregungen für die eigene Arbeit. Mit diesem Angebot leistet das Ludwig-Windthorst-Haus einen wichtigen Beitrag zur Internationalisierung von Schule und zur Förderung innovativer pädagogischer Ansätze.

 

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