Im Schatten von Auschwitz

Ausstellung vom 26. November bis 15. Januar 2019

Das ehemalige Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau ist weltweit zum Synonym für den Holocaust geworden. Andere Mordstätten jedoch, an denen die Täter des nationalsozialistischen Deutschland ebenfalls Zehntausende oder gar Hunderttausende Menschen ermordeten, stehen heute oftmals „im Schatten“ der Aufmerksamkeit und sind kaum oder gar nicht bekannt.
Eine Exkursion der Bundeszentrale für politische Bildung gemeinsam mit Multiplikator*innen  aus der Wissenschaft und Forschung sowie Vermittlung und Bildung führte im Mai 2016 auf einer Spurensuche an neun in Deutschland wenig oder völlig unbekannte Orte - nach Polen, Belarus und in die Ukraine. 
An diesen Orten wurden zu Zehntausenden und  Hunderttausenden Menschen umgebracht, vor allem Juden, aber auch Sinti und Roma, politische Gegner, Kriegsgefangene, zu „Untermenschen“ herabgestufte Einheimische, psychisch Kranke und andere Patienten sowie „Arbeitsunfähige“. Sie wurden erschlagen, erschossen und in mobilen Gaswagen oder Gaskammern mittels Motorenabgasen, Kohlenmonoxid oder Blausäure ermordet.
Aus dieser Exkursion ist eine Publikation in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung hervorgegangen: das Zeitbild „Im Schatten von Auschwitz. Eine Spurensuche  in Polen, Belarus und der Ukraine. Begegnen. Erinnern. Lernen“. Die Spurensuche wurde von dem Fotografen Mark Mühlhaus begleitet; seine Bilder sind die Grundlage des Buches sowie der Ausstellung.

Zum Künstler
Mark Mühlhaus, geboren 1974 in Magdaburg, absolvierte eine Fotografenlehre, konzentrierte sich dann auf den Bildjournalismus und lebt heute in Hannover. Er beschäftigt sich seit mehr als zwanzig Jahren mit vielen Formen der Erinnerung an die nationalsozialistischen Verbrechen, insbesondere an den Holocaust, und des Gedenkens an die Opfer, und ist darauf bedacht, nicht nur das Vordergründige fotografisch festzuhalten: Seine Bilder sind eine Annäherung an die Tatorte von damals, und sie geben Eindruck davon, wie es heute an diesen Orten aussieht, einschließlich der heutigen Formen des Gedenkens und Erinnerns. Das Ziel dieser Publikation sowie Ausstellung ist es, diese Orte stärker in das öffentliche Bewusstsein zu rücken und sie für eine breite historisch-politische Bildung in Erinnerungsarbeit zugänglich zu machen.

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© Mark Mühlhaus

Datum:
Di, 04.12.2018, 19:30 Uhr
bis Di, 15.01.2019, 20:00 Uhr
Kosten: keine
Seminarnummer: 1812064
Leitung: Agnes Kläsener, M.A.
Referent/in: Simon Lengemann, Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn
Hinweis:: Die Ausstellung wird am 4. Dezember 2018 im LWH eröffnet.

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