Rassismuskritischer Sprachgebrauch

Seminar für Lehrkräfte der Sekundarstufe I und II und Schulsozialarbeiter/innen

Der Abbau von Rassismus und Diskriminierung ist auch in Schulen explizites und implizites Ziel. Sie als Lehrkraft sind somit bereits sensibilisiert für Ihr persönliches Wahrnehmen, Denken und Handeln. Doch besonders im Sprachgebrauch können Fettnäpfchen liegen, werden doch über Sprache Frames evoziert und damit Deutungen von Wirklichkeit transportiert, die meist subtil diskriminierend und rassistisch sind. So werden Ausdrücke wie „Flüchtlingswelle“ oder „Sozialschmarotzer“ häufig in Medien und öffentlichem Sprachgebrauch verwendet, vermitteln aber zugleich bestimmte Konzepte und Wertungen. Ebenso stammen viele Begriffe zur Bezeichnung von Menschen und Regionen aus der Kolonialzeit, wirken abwertend oder beleidigend oder sind Fremdbezeichnungen, die die Eigenbenennung der Betroffenen ignorieren. Und auch Schulbücher  transportieren noch heute kolonial-rassistisches Gedankengut.

Das Seminar will Einblicke vermitteln in das Funktionieren und die Bedeutung sprachlicher Frames, einen Überblick bieten über - auch im schulischen Kontext - noch immer verwendete, Rassismus transportierende Begriffe sowie Alternativen bieten für einen rassismus- und diskriminierungskritischen Sprachgebrauch. Somit können Sie im Rahmen Ihrer Vorbildfunktion und Ihrer Lehrtätigkeit sprachlich sensibel vorgehen und auch Ihren Schülerinnen eine entsprechende Sensibilität vermitteln.

 

Hinweis:

Diese Veranstaltung wird als bildungspolitisches Schwerpunktthema vom Niedersächsischen Kultusministerium finanziell gefördert und ist kostenfrei.

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Sergey Nivens / 123rf.com

Datum: Mo, 11.11.2019
Uhrzeit: 09:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Leitung: Judith Hilmes, M.A.
Organisation: Esther Kotte
Referent/in: Natascha Borota, Dortmund

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