SEHN-SUCHT FRIEDEN

Das erste Halbjahr 2018 steht unter dem Motto SEHNSUCHT FRIEDEN.
100 Jahre nach Ende des Ersten und fast sieben Jahrzehnte nach Ausbruch des Zweiten Weltkriegs, 400 Jahre nach Beginn des 30-jährigen Krieges scheint das „Nie wieder Krieg“ zu verblassen. Die Erinnerung an die großen Friedensdemonstrationen der 80er Jahre gegen den Nato-Doppelbeschluss wird eher in verklärtes Licht getaucht. Um sich greift eine öffentliche Rhetorik, welche den Krieg als Option nicht ausschließt.

Man muss nicht nur an den grotesken Schlagabtausch zwischen Donald Trump und Kim Jong Un denken, der einem panische Angst in die Glieder fahren lässt, nicht nur an die vielen schwelenden kriegerischen Auseinandersetzungen und Stellvertreterkriege überall in der Welt, die Menschen Leben, Würde und Heimat rauben, nicht nur an manches Pulverfass im Nahen oder Mittleren Osten, das unberechenbar ist – auch in Europa und hierzulande wird der Ton schärfer, unnachgiebiger, kompromissloser. Vielleicht auch deswegen, weil es hier immer weniger Menschen gibt, die das Grauen des Krieges noch unmittelbar erlebt haben und den Frieden nicht wirklich zu schätzen wissen.

Das Thema SEHNSUCHT FRIEDEN liegt nicht nur nahe, sondern drängt sich geradezu für die Veranstaltungen im ersten Halbjahr auf – auch in Anlehnung an das Motto des Katholikentags in Münster „Suche Frieden“. Unser Leitwort hat eine politische, eine Gemeinschafts- und eine persönliche, individuelle Dimension. In einigen unserer Veranstaltungen möchten wir dieses Leitwort in den drei Dimensionen entfalten. Politisch richten wir unser Augenmerk auf Europa, wo es um das Thema einer gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik geht – ebenso wie um das Verhältnis zu den USA oder zur NATO (18.04.). Sehr konkret wird dabei auch die Frage gestellt, ob eine europäische Armee kommt (08.03.). Die Rolle Chinas werden wir beleuchten, die angesichts des Gebarens von Nordkoreas Diktator für Ostasien zu einer zentralen Schlüsselrolle geworden ist. Ein schier unlösbares Problem scheint der offensichtlich schon lang unterbrochene Friedensprozess zwischen Israel und Palästinensern zu sein (25.4.).

Das Titelbild unseres Halbjahresprogramms spricht da für sich. Die Friedenstaube an der trennenden Mauer, gemalt vom Street-Art-Künstler Banksy, trägt eine Schussweste. Die braucht sie auch, weil ihr Herz im Fadenkreuz steht. Das „Welcome to Palestine – Welcome to Betlehem“ kann nicht darüber hinwegtäuschen, wie bizarr die Situation geworden ist. Jener Ort gilt als Stadt Davids. Hier wurde Jesus nach der biblischen Überlieferung geboren. Hier sangen die Engel nicht nur das „Ehre sei Gott in der Höhe!“, sondern auch das „Und auf Erden ist Frieden bei den Menschen seiner Gnade!“ Der Blick der beiden Soldaten verbreitet Skepsis und Neugierde zugleich: Was bringt uns die Zukunft? Was haben die Menschen aus jenem göttlichen Versprechen gemacht?

In dem Psalm, aus dem das Wort des Katholikentags entnommen ist, geht es um gelingendes und erfülltes Leben. Dazu gehört der unermüdliche und stürmische Einsatz für „Schalom“: Dieses hebräische Wort bedeutet viel mehr als nur Frieden im Gegensatz zum Krieg, sondern meint alles, was zum gelingenden, harmonischen Leben gehört, auch Zufriedenheit. Vielleicht ist diese innere Zufriedenheit die Grundlage für den Einklang mit der Welt und mit Gott – und damit Voraussetzung für den Frieden in der Welt.

Sie sind herzlich eingeladen, mit uns gemeinsam dieser Sehnsucht nach Frieden, nach gelingendem Leben, nach dem Ende von Krieg nachzuspüren.

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