Über Europa nach Afrika

Arbeitskreis Ludwig Windthorst auf Studienfahrt in Brüssel

Zum Abschluss des aktuellen Jahresthemas „Afrika – ein schlafender Riese?“ haben sich 15 Stipendiaten des Arbeitskreises Ludwig Windthorst am 6. April auf eine einwöchige Spurensuche ins politische Zentrum Europas gemacht. Die diesjährige Studienfahrt der „Luwis“ führte nach Brüssel.

NFoto: LWHeben einer Stadtführung durch das bunte Viertel Matongé, welches liebevoll „Klein-Kongo“ genannt wird, zeigte sich die Kolonialgeschichte Belgiens kritisch an dem neueröffneten Königlichen Museum für Zentral-Afrika. Bei den anschließenden kontroversen Diskussionen mit diversen Politikern, Nichtregierungsorganisationen und Lobbygruppen drehten sich die Fragen vor allem um die zukünftige Rolle Deutschlands und der Europäischen Union im Umgang mit dem vielfältigen afrikanischen Kontinent. Dabei machten einige Gesprächspartner auch auf die Investitionen Chinas aufmerksam, die neben allen Herausforderungen auch als Chance betrachtet werden können. Die Interessen Europas seien ebenso wenig altruistisch, wenngleich die Werte und Rahmenbedingungen der Europäischen Union eine Neokolonialisierung blockieren. Um den derzeitigen Lebensstandard aufrecht zu erhalten, seien jedoch Rohstoffe aus Afrika unabdingbar. In einem waren sie sich jedoch alle einig: Es braucht nachhaltige Investitionen in einem fairen Wettbewerb, und dieser erfordert eine Partnerschaft auf Augenhöhe mit den Menschen vor Ort.

In der Stadt Brüssel war stets das „europäische Gefühl“ zu spüren. In Gesprächen mit Jens Gieseke MdEP, und mit Volker Timmermann, dem Ständigen Vertreter des Leiters der Botschaft, wurden die anstehenden Europawahlen oder auch der Brexit diskutiert. Leider konnten die „Luwis“ wegen des Brexit-Sondergipfels nicht den Europäischen Rat besuchen. Der Arbeitskreis entschloss sich deshalb zu einem Besuch im Haus der Europäischen Geschichte, welches den jungen Erwachsenen und ihrem Begleiter Stefan Botters von der Ludwig-Windthorst-Siftung nochmals die Werte der Europäischen Union verdeutlichte.

Ende April beginnt der neue Jahreszyklus des Arbeitskreises Ludwig Windthorst, in dem sich die Stipendiaten ein neues Jahresthema wählen. Dieses wird anschließend in diversen Veranstaltungsformaten bearbeitet.

Stefan Botters

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