Polit-Debatte geht auch sachlich

Schüler verbrachten Wahltag im LWH

Den Tag der Bundestagswahl als Wahlbeobachter und Wahlkämpfer verbracht haben 20 Schülerinnen und Schüler des Franziskusgymnasiums. Die 17jährigen, die bei der kommenden Bundestagswahl erstmals selbst an die Urne treten dürfen, ließen im Ludwig-Windthorst-Haus den Wahlkampf Revue passieren, blickten hinter die Kulissen des Parteienbetriebs und schlüpften selbst in die Rolle von Politikern.

Carsten Primke vermittelte den Oberstufenschülern am Vormittag Hintergrundinfos aus der Parteiorganisation. Der Geschäftsführer der emsländischen SPD erzählte aus erster Hand, wie Parteien Spitzenkandidaten bestimmen, wie Werbeslogans zustande kommen und dass der klassische Haustürwahlkampf noch immer gut bei den Wählern ankäme. Wahlkampfstände und Plakate hingegen würden einfach zeigen, dass die Partei im Wahlkampf präsent ist. Die Seminarteilnehmer fällten über den Wahlkampf insgesamt ein eher negatives Urteil: Es sei nur um die Flüchtlingskrise gegangen, ansonsten sei der Wahlkampf langweilig gewesen.

Dass eine Polit-Debatte auch sachlich ablaufen kann, zeigten die Gymnasiasten im Wahlseminar.Kritisch beurteilten die Schüler auch die Interviews, die junge Youtubestars mit den Spitzenkandidaten geführt hatten. Aus Sicht der Gymnasiasten waren diese in weiten Teilen schlicht zu oberflächlich. Ganz im Gegensatz zur Debatte, die die Teilnehmer daraufhin selbst führten: Sie mimten dabei Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Grünen, Linken, FDP und AFD, die sich über Themenbereiche wie Klimaschutz, Integration und Bildungspolitik austauschten. Anders als von vielen erwartet verlief die Diskussion sehr sachlich - vor allem der FDP-Vertreter überzeugte durch sein sicheres Auftreten.

Das Ergebnis der „richtigen“ Bundestagswahl, das sich zum Seminarende um 18.30 Uhr bereits abzeichnete, rief bei den Schülern Erstaunen hervor. Mit einem so erfolgreichen Abschneiden der AFD hatten nur wenige gerechnet. Die CDU als Wahlsieger und das schlechte Ergebnis der SPD waren für die Oberstufenschüler jedoch keine Überraschung.

Studienleiterin Veronika Schniederalbers lobte das Engagement der Teilnehmer: „Dass sich junge Menschen an einem Sonntag freiwillig mit Politik beschäftigen, ist nicht selbstverständlich“, findet die Politikwissenschaftlerin. Dass sie dann noch so diskussionsfreudig und interessiert gewesen seien, hätte maßgeblich zum Erfolg des Seminars beigetragen. 

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Fr, 29.09.2017

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