Hindernisse in der Fluchtursachenbekämpfung

Migrationsexperte fordert Weltflüchtlingskonferenz

Der Dortmunder Theologe Dr. Andreas Fisch hat am Donnerstag, 8. Februar, auf dem Akademieabend „Entwicklung statt Flucht“ im Ludwig-Windthorst-Haus (LWH) über Fluchtursachen und Entwicklungspolitik referiert.

Der Migrationsexperte ist der Ansicht, eine konsequente Entwicklung der Herkunftsländer sei der Königsweg für die Bekämpfung der Fluchtursachen. Hinderlich seien dabei die eigenen wirtschaftlichen oder militärischen Interessen der fördernden Staaten. Auch würden die Handels- oder Agrarpolitik der Länder oft widersprüchliche Interessen verfolgen. Als drittes Problem nannte Andreas Fisch das Fehlen von „Good Governance“, also Missstände in der Politik und Verwaltung in den Herkunftstaaten. 

Neben der konsequenten Bekämpfung von Konflikten und Kriegen fordert Fisch eine Weltflüchtlingskonferenz, auf der die erwähnten Probleme thematisiert und angegangen werden. Als alternatives Konzept zur Entwicklungsförderung schlägt er vor, dass sich Industrieländer ringförmig um Herkunftsländer in ihrer Nähe kümmern – Frankreich könne beispielsweise Algerien betreuen. 

Der Theologe vermutet, dass es künftig wieder mehr Flüchtlingsbewegungen geben wird. Angesichts der Situation in den Herkunftsländern äußerte er Verständnis für die Betroffenen: „In vielen Situationen ist keine Flucht keine Option!“ Stefan Botters (Text+Foto)

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