Akademieabend zu Leonardo da Vinci war "Gesamtkunstwerk"

Akademieabend zum 500. Todestag von Leonardo da Vinci

Anlässlich des 500. Todestages des Universalgenies Leonardo da Vinci veranstaltete das Ludwig-Windthorst-Haus in Lingen (LWH) einen Akademieabend. Ulrich Oettel, der ehemalige Schulleiter des Bardeler Missionsgymnasiums, nahm die Gäste mit auf eine Reise in das Leben des Künstlers - „ein Leben, das von Anfang an von Geheimnissen umwoben ist“, so Oettel.

Der Historiker erzählte von der Kindheit Leonardos, der als uneheliches Kind zur Welt gekommen war und eine bürgerliche Schulbildung genoss. Schon früh sei sein großes Talent ans Tageslicht gekommen, berichtete der Referent. Mit seinen Kunstwerken hätte sich da Vinci einen Namen gemacht, aber er hätte sich auch für alles andere auf der Welt interessiert. „Wenn es das Internet damals schon gegeben hätte, hätte Leonardo da Vinci Wikipedia gemacht“, schmunzelte Oettel. Da Vinci wollte die Schöpfung Gottes durchschauen, „aber nicht, weil er größenwahnsinnig war, sondern, weil er sie so wunderbar fand.“

Foto: LWHDie wohl bekanntesten Kunstwerke da Vincis nahm Oettel gemeinsam mit den Gästen genauer unter die Lupe. Der Referent verwies auf den besonders feinen Pinselstrich und die Drehung des Körpers der Mona Lisa. Bei der ikonischen Abendmahl-Darstellung seien die Hände der Apostel besonders bemerkenswert - sie würden die gesamte Bandbreite der menschlichen Gefühlswelt widerspiegeln. Zur Veranschaulichung hatte der pensionierte Schulleiter die Hände von Jesu Jüngern als Ausschnitt auf einer großen Holzplatte befestigt.

Musikalisch gestaltet wurde der Abend von Oettels Sohn Fabian. Der freie Künstler unterhielt mit Klängen aus außergewöhnlichen Instrumenten, die er zum Teil aus Überresten von Alltagsgegenständen gebaut hatte. Auch die LWH-Küche trug zum Gelingen des Abends bei. Die Mitarbeiterinnen hatten für die Gäste italienische Snacks zubereitet und Weine bereitgestellt. Die Oettels hatten zu Beginn einen Bitter-Orangen-Aperitif gereicht.

Der Veranstalter des Abends, LWH-Direktor Michael Reitemeyer, lobte den Akademieabend als Gesamtkunstwerk und als „echte Entdeckungsreise in die Renaissance“.  Er wünschte den Gästen, wie Leonardo an der Schöpfung mitzuwirken und neugierig zu sein.
Text: Pia Jörissen/Michael Brendel; Foto: Pia Jörissen

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Fri, 06.09.2019

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