Aufgeklärt und humanistisch - auch das ist der Islam

Warum die zweitgrößte Weltreligion eine Re-Interpretation benötigt
Akademieabend

„Gehört der Islam zu Deutschland?“ – seit langem wird in Politik und Gesellschaft um geeignete Antworten auf diese Frage gerungen.  
Eine eindeutige Antwort scheint nicht gefunden, nach wie vor wird um die Deutungshoheit gestritten: Von welchem Islam ist die Rede? Welche Rolle spielt der politische Islam? Welcher Zusammenhang besteht zwischen islamistischer Gewalt und wörtlicher Auslegung des Koran? Nicht selten werden Personen und Positionen gegeneinander ausgespielt, in Interviews, Talkshows und in Internetforen.
Prof. Mouhanad Khorchide, Deutschlands wohl bekanntester Islamwissenschaftler, macht deutlich: Der Islam steht nicht im Widerspruch zu Humanismus und Aufklärung-
wenn eine konsequente Re-Interpretation betrieben wird. Khorchide fordert von Muslimen eine selbstkritische Haltung gegenüber ihrer Religion, fordert die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Schriften und Traditionen.
Es dürfe kein Widerspruch sein, zugleich religiös und Teil einer pluralistischen Gesellschaft zu sein.
Zugleich beklagt Khorchide eine unbegründet ablehnende Haltung der deutschen Gesellschaft: „Wir können nicht fordern: ‚Demokratisiert euch, integriert euch!‘, und gleichzeitig sagen: ‚Wir haben ein Problem mit euch.‘“, so Khorchide in einem Interview  mit dem Christlichen medienmagazin „pro“.

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Datum: Mo, 11.11.2019
Uhrzeit: 19:30 Uhr bis 21:30 Uhr
Kosten: 6,00 €; 4,00 € erm.
Seminarnummer: 1911187
Leitung: Markus Wellmann, M.A.
Referent/in: Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Zentrum für Islamische Theologie, Westf. Wilhelms-Universität Münster

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